Mechanismen der Widerstandsfähigkeit von Wäldern
Wälder regulieren wichtige Kohlenstoff- und Wasserkreisläufe des Erdsystems, doch zunehmende Hitze- und Dürreereignisse bedrohen ihre Widerstandsfähigkeit.
Unsere Forschung vertieft das mechanistische Verständnis dafür, wie Bäume und Wälder auf klimatischen Stress reagieren, indem sie Experimente, Waldbeobachtungen und Ökosystemmodellierung über verschiedene Skalen hinweg – von Organen und Bäumen bis hin zu Landschaften – miteinander verbindet. Wir untersuchen artspezifische Stressreaktionen, die Erholung nach Stress sowie Langzeitwirkungen. Durch die Aufdeckung der Mechanismen, die die Stressreaktionen und die Erholung von Bäumen steuern, liefert unsere Forschung die wissenschaftliche Grundlage, die erforderlich ist, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Wälder besser vorherzusagen und Strategien zur Förderung widerstandsfähiger Waldökosysteme zu entwickeln. Neben unserer Forschung unterrichten wir Studierende in ökophysiologischen Wissenschaften und geben unser Wissen an Schulen und die Gesellschaft weiter.

Im DFG-geförderten Projekt ForHeat untersuchen wir mithilfe des Ökosystemmodells LandscapeDNDC, wie Wälder auf extreme Hitze und Dürre reagieren. Dafür erweitern wir das Modell, um abzubilden, wie Hitze Blätter schädigt, wie sie sich davon erholen und wie diese Prozesse mit Trockenstress zusammenwirken. Anhand verschiedener Klima-, Arten- und Waldstrukturszenarien wollen wir herausfinden, wann kritische Stressgrenzen erreicht werden, welche Wälder besonders widerstandsfähig sind und wie sich die Folgen künftiger Klimaextreme durch Waldmanagement verringern lassen.

Im Juli traf sich unsere Arbeitsgruppe zu einem Mini Retreat, um weiter an unserer Strategie und unserem Datenmanagement zu arbeiten. Der Schulwald in Garmisch-Partenkirchen war dafür der ideale Ort.

Wie gut Bäume mit Hitzewellen zurechtkommen, hängt nicht nur von der Temperatur ab, sondern auch von der Wasserverfügbarkeit und der hydraulischen Strategie des Baumes. Unsere neue Veröffentlichung in Plant, Cell & Environment untersucht, wie sich die Thermoregulation der Blätter, Hitzeschäden und die Erholung bei drei Baumarten der gemäßigten Klimazone unter kombiniertem Hitze- und Trockenstress unterscheiden.

Waldökosysteme bedecken etwa 30 % der globalen Landfläche und sind entscheidend für die Klimaregulierung, den Wasserkreislauf, die Artenvielfalt, die Holzproduktion sowie das menschliche Wohlbefinden im Allgemeinen.
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Unser Ziel ist es, mit diesem Netzwerk Forschende sowie ihr Wissen zum Thema Baumsterben zusammenzubringen.
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