Mechanismen der Widerstandsfähigkeit von Wäldern

Wälder regulieren wichtige Kohlenstoff- und Wasserkreisläufe des Erdsystems, doch zunehmende Hitze- und Dürreereignisse bedrohen ihre Widerstandsfähigkeit.

Unsere Forschung vertieft das mechanistische Verständnis dafür, wie Bäume und Wälder auf klimatischen Stress reagieren, indem sie Experimente, Waldbeobachtungen und Ökosystemmodellierung über verschiedene Skalen hinweg – von Organen und Bäumen bis hin zu Landschaften – miteinander verbindet. Wir untersuchen artspezifische Stressreaktionen, die Erholung nach Stress sowie Langzeitwirkungen. Durch die Aufdeckung der Mechanismen, die die Stressreaktionen und die Erholung von Bäumen steuern, liefert unsere Forschung die wissenschaftliche Grundlage, die erforderlich ist, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Wälder besser vorherzusagen und Strategien zur Förderung widerstandsfähiger Waldökosysteme zu entwickeln. Neben unserer Forschung unterrichten wir Studierende in ökophysiologischen Wissenschaften und geben unser Wissen an Schulen und die Gesellschaft weiter.

group logo
Nadine Rühr beim Aufbau von Experimenten im Gewächshaus am IMK-IFU

IMK-IFU Greenhouse

Proben von Biomasse von Bäumen vor dem Gewächshaus am IMK-IFU

Doktorandin im Gewächshaus am IMK-IFU, die den Chlorophyllgehalt während eines Hitze-Trockenheit-Stressexperiments misst.

Zwei Personen im Labor am IMK-IFU

Verschneite Versuchsbäume vor dem Gewächshaus am IMK-IFU

Selina Schwarz bei der Probenentnahme an Bäumen im Gewächshaus

A person using the PSI PolyPen to measure the spectral reflectance  on a beech leaf

Three persons in the greenhouse at work

Preparing tree needles for further measurement

Greenhouse experiments with dendrometer on a tree


News

Buchenäste mit grünen und bereits braunen Blättern und BucheckernAndreas 4994132, Pixabay
Neues Projekt bewilligt: ForHeat - Resilienz von Wäldern bei extremer Hitze und Dürre

Im DFG-geförderten Projekt ForHeat untersuchen wir mithilfe des Ökosystemmodells LandscapeDNDC, wie Wälder auf extreme Hitze und Dürre reagieren. Dafür erweitern wir das Modell, um abzubilden, wie Hitze Blätter schädigt, wie sie sich davon erholen und wie diese Prozesse mit Trockenstress zusammenwirken. Anhand verschiedener Klima-, Arten- und Waldstrukturszenarien wollen wir herausfinden, wann kritische Stressgrenzen erreicht werden, welche Wälder besonders widerstandsfähig sind und wie sich die Folgen künftiger Klimaextreme durch Waldmanagement verringern lassen.

Working group standing in a circle int the forest and the picture taken from the ground into the sky.Nadine Rühr, KIT
Mini Retreat 2026

Im Juli traf sich unsere Arbeitsgruppe zu einem Mini Retreat, um weiter an unserer Strategie und unserem Datenmanagement zu arbeiten. Der Schulwald in Garmisch-Partenkirchen war dafür der ideale Ort.

Close-up of a potted plant with brown, withered leaves and green veins.Jana Zeppan, KIT
Wie gehen Bäume in gemäßigten Klimazonen mit zunehmender Hitze und Dürre um?

Wie gut Bäume mit Hitzewellen zurechtkommen, hängt nicht nur von der Temperatur ab, sondern auch von der Wasserverfügbarkeit und der hydraulischen Strategie des Baumes. Unsere neue Veröffentlichung in Plant, Cell & Environment untersucht, wie sich die Thermoregulation der Blätter, Hitzeschäden und die Erholung bei drei Baumarten der gemäßigten Klimazone unter kombiniertem Hitze- und Trockenstress unterscheiden.

 

Kooperationen

Trees in the foothills of the Alps Gabi Zachmann, KIT
Wälder in einer wärmeren Welt

Waldökosysteme bedecken etwa 30 % der globalen Landfläche und sind entscheidend für die Klimaregulierung, den Wasserkreislauf, die Artenvielfalt, die Holzproduktion sowie das menschliche Wohlbefinden im Allgemeinen.

Woran wir forschen - leicht erklärt
Measuring instruments on a meadow in the foothills of the Alps Markus Breig, KIT
Institut für Geographie und Geoökologie (IFGG)
Aerial view of healthy and damaged conifers
International Tree Mortality Network

Unser Ziel ist es, mit diesem Netzwerk Forschende sowie ihr Wissen zum Thema Baumsterben zusammenzubringen.

Zum Netzwerk